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Architektur und Design

Sieben Oberflächen, ein einziges Material

Unter jeder Oberfläche steckt derselbe Stahl. Die Haut wechselt, nicht die Seele. Sieben Arten, dieselbe Materie zu kleiden. Plus eine, nach Maß, die nie endet.

· 2 Min. Lesezeit

Eine Duschsäule von Fontealta kann wie ein flüssiger Spiegel wirken oder wie dunkler Stein, wie warme Bronze oder wie frisch gebürstetes Kupfer. Sie kann vor einer hellen Wand verschwinden oder zum festen Bezugspunkt eines Außenbereichs werden. Und doch steckt hinter jeder Version immer dasselbe Herz: AISI 316.

Das ist eine Idee, einfach und radikal zugleich. Die Oberfläche ist keine Beschichtung, die über etwas Ärmerem aufgetragen wird: Sie ist die Art, wie wir den einzigen Stahl, den wir verwenden, behandeln, bearbeiten und schützen. Die Oberfläche ändert sich, die Substanz nicht. Deshalb ist die Haltbarkeit dieselbe, welche Haut Sie auch wählen.

Die sieben Oberflächen bewegen sich entlang weniger großer Familien.

Es gibt die natürlichen Stähle: den Spiegel, der das Licht und die Landschaft einfängt und sie in Bewegung zurückgibt; und das Gebürstet, nüchterner, taktiler, das die Struktur des Metalls an die Oberfläche bringt und sie leise sprechen lässt.

Es gibt das Matt Schwarz, das jeden Reflex nimmt und den Wasserhahn in ein grafisches Zeichen verwandelt: perfekt, wo der Stahl nicht glänzen, sondern definieren soll.

Es gibt die warmen Metalle: die Töne von Bronze und Kupfer, erzielt mit PVD-Verfahren, die die Farbe in der Oberfläche verankern, nicht darüber. Das sind Oberflächen, die Wärme geben, ohne auf Widerstandsfähigkeit zu verzichten: derselbe 316er, mit einer anderen Farbtemperatur.

Und dann gibt es die neunte Möglichkeit, die, die nicht auf dem Farbrad steht: die Farbe nach Maß. RAL, Pantone, NCS: der Ton, den das Projekt braucht, auch nur einer, auch noch nie gesehen. Das ist das direkteste Erbe der Yachtwelt, wo jedes Detail für ein einziges Boot entsteht und es kein „von der Stange“ gibt. Eine Säule, die genau die Farbe einer Wand annimmt, eines Steins, einer Idee.

Sieben Oberflächen also, und ein offener Horizont. Aber darunter immer ein einziges Material. Denn die Freiheit, zu wählen, wie ein Objekt aussieht, ergibt nur Sinn, wenn Sie nicht darauf verzichten müssen, was es haltbar macht. Bei uns wählt man nicht zwischen Schönheit und Haltbarkeit. Man wählt, wie schön etwas sein soll, das ohnehin halten wird.

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